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PERMAKULTURZEITALTER

December 23, 2016

Urbane Permakultur – Naturkreisläufe als Vorbild für Urbane Lebensraumgestaltung. 

 

Urbane Permakultur

Der Mensch als Teil des Systems Erde

Vom Industriezeitalter, über das Computerzeitalter, hin zum Permakulturzeitalter... 

 

Permakultur – ist ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen zielt.


Das Industriezeitalter führt um 1820 herum zu einem großen Städtewachstum. Neue Erkenntnisse im Bereich Medizin und Hygiene fördern die Gesundheit und Lebenserwartung des Menschen. Zu den Bauern, Arbeitern und Unternehmern gibt es nun auch eine Mittelschicht, die sich aus Beamten und Angestellten formiert. Der aus dem Industriezeitalter hervorgehende Kapitalismus gibt für die nächsten 100 Jahre die Richtung an.

 

Auf das Industriezeitalter folgt ab 1960 das Informations- zeitalter oder auch Computerzeitalter. Durch das Industriezeitalter ergeben sich zwar für den Menschen erhebliche Vorteile, die sich aber für Natur und Umwelt als Sackgasse herausstellen.

 

Das Computerzeitalter lenkt unsere Aufmerksamkeit aber auf andere Expansionsgebiete und scheint

Lösungen für alle zukünftigen Probleme bereits zu beinhalten. Bis heute sind Vermarktung, Wachstum und finanzieller Gewinn über nachhaltige Konzepte gestellt. Der Kapitalismus steht immer noch an erster Stelle und ist somit maßgeblich für unser Denken und Handeln verantwortlich. Naturschutz und nachhaltiges Wirtschaften müssen sich rechnen oder sind ansonsten nicht realisierbar. Naturreservate werden heute in Zahlen umgerechnet, um geschützt werden zu können. Das sie für den Erhalt der Menschheit relevant sind, ist nicht vorrangig.

Durch die Industrialisierung und das Computerzeitalter hat der Mensch das Gefühl für sich und seine Umwelt verloren. Alles wird berechnet und in Zahlen und Statistiken wieder gegeben und verliert somit gleich wieder seine Relevanz, denn es ist nicht fühl- oder erlebbar. Der Mensch, der sich getrennt von der Natur wahrnimmt und über Generationen erlernte Verhaltens-und Denkgewohnheiten nicht bewusst erkennt und ändert, ist in seinen Mustern gefangen.

 

(Die Indianer waren in diesem Sinne die Menschen, die bereits nach Permakultur-Prinzipien gelebt haben. Sie wussten bereits um den fatalen Ausgang dieses Verhaltens und konnten und wollten dem selbstgewählten Weg der Erfahrung des weissen Mannes nichts entgegensetzen. Sie wussten, dass dieser notgedrungen irgendwann wird umkehren müssen, da er sich sonst selbst vernichtet.)

 

In der Wissenschaft und Ingenieurwissenschaft findet das interdisziplinäre Feld der Bionik breite Anerkennung und Aufmerksamkeit. Die Permakultur beruft sich auf das gleiche Konzept und versucht uns als Teil des Systems wieder ins System zu integrieren. Dazu müssten neue Anreize ausserhalb von Gewinn und Wachstum was das Geldsystem betrifft, angesetzt werden. Wie können diese in Zukunft aussehen und wie können alte gelernte Muster durch Neue ersetzt werden.

 

Was bedeutet die Integration von Permakulturansätzen nicht nur auf die Agrarkultur, sondern auch auf Städtestrukturen, Sozialstrukturen, Wirtschaftsstrukturen zu übertragen?

Permakultur kann in seinem Ursprungsbereich der Agrarwirtschaft bereits großartige Erfolge aufweisen. Sepp Holzer, als europäischer Vorreiter in diesem Gebiet ist bereits weltweit ausgebucht. Chinas selbst angebaute Lebensmittel sind zum Teil nicht mehr zum Verzehr geeignet und die Versanddung in vielen Gebieten der Welt ist ebenfalls auf dem Vormarsch und auch dort wird das Wissen Sepp Holzers gerne eingesetzt, um dem entgegenzuwirken. Doch bisher wurde dieser Ansatz nicht auf andere Systeme übertragen oder befindet sich erst in den Kinderschuhen.

 

Der Permakulturgedanke ist nicht wirklich neu, einige Urvölker leben noch symbiotisch mit der Natur, doch ist es nicht unser Ziel, uns wieder auf Steinzeit-Stand zurück zu entwickeln. Vielmehr soll das Muster der Permakultur dazu anleiten, wieder in ganzheitlichen Systemen zu denken und zu verstehen, wie sie sich gegenseitig stützen und nicht bekämpfen.

 

Dies beginnt sich bereits auf immer mehr Gebieten auszubreiten. Die Menschen wehren sich oft noch unbewusst gegen die Vereinfachung ihrer Person auf eine Maschine. Zum Beispiel in der Medizin suchen selbst eingefleischte Wissenschaftler bereits wieder nach ganzheitlichen Heilungsansätzen. Es werden endlich Puzzleteile zusammengefügt, die man ursprünglich für komplett eigenständige Bereiche hielt.

 

Der Kapitalismus basiert auf dem Darwinismus und jedes Stück Kuchen, dass man auf dem Markt erwirtschaftet, wird einem anderen weggenommen. Doch Darwin wurde immer nur zu Gunsten der Industrialisierung interpretiert. Seine Naturbeobachtungen beinhalten auch die symbiotischen Systeme der Natur. Wenn bestehende Ökosysteme unter Stress gesetzt werden, weil neue Arten oder Umwelteinflüsse zerstörend darauf einwirken, kommt zuerst das Gesetz des Stärkeren zum tragen und damit reagiert die Natur auf neue Bedingungen, doch dann strebt sie wieder ein permakulturelles Miteinander an.

Das Gleiche kann man bei Schimpansen Gruppen beobachten. Neue junge aggressive und potentiell mit guten Genen ausgestattete Schimpansen-Männchen gewinnen meist die Vorherrschaft einer Gruppe, um diese jedoch zu halten, darf sein Testosteronspiegel nicht zu hoch sein, soziale Kontakte und faires Vorgehen, stärkt die Loyalität der Weibchen und hält ihn in seiner Position. Ist dies nicht der Fall und der Schimpanse geht zu brutal und rücksichtslos vor, wird er meist schnell von allen Weibchen wieder zu Fall gebracht. Es gilt also, das Gleichgewicht zwischen beiden Fähigkeiten zu vereinen und Permakultur ist der Gegenpol zum Kapitalismus.

 

Das nächste Ziel sollte es sein nun nicht wieder nur in den Gegenpol zu verfallen, Kapitalismus und Permakultur in seiner Gegenpoligen Struktur hin zu einem stabilen Miteinander zu verbinden, dass wir die Herausforderung der kommenden Jahre sein. Und nicht nur weil wir das erkannt haben, sondern weil wir es müssen.

 

Ziel meiner Arbeit soll sein, nicht pauschale Konzepte, sondern sich immer wieder individuell anpassende Lösungen für ein sich ständig wandelndes Umfeld entwickeln zu können und archetypische Muster zu finden, die dem Permakulturgedanken entsprechen. 

 

Auf ins neue Zeitalter!

In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest.

 

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